{"id":622,"date":"2020-01-16T13:52:50","date_gmt":"2020-01-16T13:52:50","guid":{"rendered":"https:\/\/dich-mit-stich.de\/magazin\/?page_id=622"},"modified":"2025-09-03T13:18:58","modified_gmt":"2025-09-03T13:18:58","slug":"surface-piercing","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/dich-mit-stich.de\/magazin\/surface-piercing\/","title":{"rendered":"Surface Piercing"},"content":{"rendered":"<h2>Herkunft und Geschichte des Piercings<\/h2>\n<p>Kl\u00e4rung des Begriffes &#8222;Surface Piercing&#8220;: Das ist ein Oberfl\u00e4chenpiercing, an Stellen, an denen die Haut eben und nicht so d\u00fcnn ist. Man unterscheidet zwei Methoden: stechen oder punchen. Beim Stechen kommt eine normale Nadel zum Einsatz, beim Punchen eine Hohlnadel, die Knorpelgewebe ausstanzt. Diese Methode ist neuzeitlich die gebr\u00e4uchlichere und beg\u00fcnstigt die Heilung.<\/p>\n<p>Die erste Erw\u00e4hnung von Piercing findet man im alten \u00c4gypten ca. 1550 v.Chr.. Auf den Totenmasken der Pharaonen wie beispielsweise &#8222;Tutanchamun&#8220; sind Ohrl\u00f6cher erkennbar. Schon da wurde das heutige Piercing &#8211; in dem Fall Ohrlochstechen &#8211; praktiziert.<\/p>\n<h3>\u00dcberblick<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>Name:<\/strong> Surface Piercing  <\/li>\n<li><strong>Wo wird es gestochen:<\/strong> an der Stelle, wo die Haut eben und nicht so d\u00fcnn ist (Nacken, Hals etc.) <\/li>\n<li><strong>Kosten Piercing:<\/strong> 50 &#8211; 80 EUR<\/li>\n<li><strong>Art:<\/strong> K\u00f6rperpiercing<\/li>\n<li><strong>Heilungsdauer:<\/strong> 2-4 Monate<\/li>\n<li><strong>Schmerzen beim Stechen:<\/strong> schwer <\/li>\n<\/ul>\n<p>Es sind zahlreiche Hinweise und \u00dcberlieferungen von nahezu allen Kontinenten zu finden, die Piercing traditionell anwenden, von Asien \u00fcber Afrika bis Amerika. In manchen L\u00e4ndern gibt es spirituelle Hintergr\u00fcnde, die oft in Verbindung mit Ritualen stattfinden.<\/p>\n<p>In unserer Zeit ist das Bild, das man vom Piercing hat, gepr\u00e4gt durch Modetrends der letzten Jahrzehnte. Sei es Ohren-, <a href=\"https:\/\/dich-mit-stich.de\/magazin\/bauchnabelpiercing\/\">Bauchnabel-<\/a>, <a href=\"https:\/\/dich-mit-stich.de\/magazin\/lippenpiercing\/\">Lippen-<\/a>, Nasen- oder Augenbrauen-Piercing. Trendsetter waren in den 70er Jahren die Punks. Sie lie\u00dfen sich Ringe, Kettchen, Nadeln und alle m\u00f6glichen Metalle setzen.<\/p>\n<h2>Motivation f\u00fcr ein Piercing<\/h2>\n<p>W\u00e4hrend in der westlichen Welt das <a href=\"https:\/\/dich-mit-stich.de\/magazin\/piercing\/\">Piercing <\/a>zum modisch-kulturellen Thema gewachsen ist, betrachtet man in anderen L\u00e4ndern das Piercing als Ausdruck von Sch\u00f6nheit und gesellschaftlicher Stellung. Man denke an die Mursi-Frauen in Afrika, die ihre Tellerlippen schrittweise dehnen und jeweils ein gr\u00f6\u00dferer Tellerschmuck eingesetzt wird. Dabei spielt die Gr\u00f6\u00dfe des Schmuckes eine wichtige Rolle. Je gr\u00f6\u00dfer der Teller, desto h\u00f6her das Ansehen der Frau.<\/p>\n<p>In Asien brachte man Piercings in direkte Verbindung mit G\u00f6tterbeschw\u00f6rung. In Amerika sind Piercings bei Indianerst\u00e4mmen \u00fcblich, die sie bei Tanzritualen einsetzen, um b\u00f6se Geister fernzuhalten oder zu vertreiben.<\/p>\n<p>In Europa war das Ohrlochstechen und Tragen des Schmuckes urspr\u00fcnglich Frauen vorbehalten. Ausnahme waren Zimmerm\u00e4nner, die bei ihrer so genannten Walz, wo sie im Rahmen ihrer Ausbildung durch die Lande zogen, ihre Ohrl\u00e4ppchen mit einem Zimmermannsnagel durchstachen.<\/p>\n<p>In die westliche Kultur eingebracht wurde das Piercing in den 60er Jahren von Hippies aus Indien. Sp\u00e4ter galt \u00fcber einen langen Zeitraum ein Piercing im rechten Ohr als Erkennungsmerkmal in der Schwulenszene.<\/p>\n<p>Danach wurde das Piercing in Ohren, Nasen, Augenbrauen, Wangen oder Lippen Trend in der Jugendkultur wie in der Punkszene. Danach kam die Technoszene hinzu.<\/p>\n<h2>So wird das Piercing gestochen<\/h2>\n<p>Vom Gesetz her darf in Deutschland jeder gepierct werden. Allerdings stellt das rechtlich gesehen eine K\u00f6rperverletzung dar. Deswegen muss zuvor eine Einverst\u00e4ndniserkl\u00e4rung unterzeichnet werden. Au\u00dferdem unterliegt der Piercer einer Beratungs- und Aufkl\u00e4rungspflicht.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst muss vor dem Piercing-Stechen die K\u00f6rperstelle sorgf\u00e4ltig desinfiziert werden. Eintritts- und Austrittskanal liegen auf einer Ebene. Wichtig dabei ist der Einstichkanal. Wird der Surface Bar nicht tief genug eingef\u00fchrt, sitzt der Schmuck letztlich zu locker. Die Enden ragen zu weit heraus und reizen das umliegende Gewebe.<\/p>\n<p>Ist der Einstichkanal zu tief geraten, entsteht Spannung auf der &#8222;Hantel&#8220;, die aufgeschraubten Kugeln am Ende der Stange dr\u00fccken in die Haut. Dies kann zu R\u00f6tungen und letztlich zu Entz\u00fcndungen f\u00fchren.<\/p>\n<h2>Gesundheitliches Risiko<\/h2>\n<p>In den 70er und 80er Jahren war Piercing weitgehend Jugendtrend. Mittlerweile sind einige Millionen B\u00fcrger gepierct, ungeachtet der Komplikationen, die auftreten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In Deutschland \u00fcberwiegen Piercings im Kopf- und Halsbereich. Die meisten platzieren sich am Ohr, gefolgt von Nase, Zunge, Augenbrauen, Lippen und Lippenb\u00e4ndchen. Am Ende der Aufstellung findet man Bauchnabel, Brustwarzen und Genitalien.<\/p>\n<p>Komplikationen k\u00f6nnen sein Allergien, Entz\u00fcndungen, Ausrisse, Blutungen, Schwellungen und Infektionen. Am meisten gef\u00e4hrdet ist der Genitalbereich. Fast die H\u00e4lfte der Gepiercten hat in dieser Region Beschwerden. Gefolgt von Brustwarzen und Zunge, Bauchnabel und Ohr, am wenigsten betroffen ist die Region um die Nase. Keine Frage, dass man nur einen qualifizierten Fachmann ans Werk lassen darf! Vorherige Recherche kann nicht schaden!<\/p>\n<h2>Schmerzen<\/h2>\n<p>Beinahe jeder, der ein frisches Piercing gesetzt bekommen hat neigt dazu, daran herum zu spielen. Unter dem Aspekt der Hygiene sollte man das bleiben lassen.<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dften Schmerzen empfindet man beim Vorgang des Stechens. Aber auch Entz\u00fcndungen und \u00fcberhaupt alle Komplikationen k\u00f6nnen schmerzhaft sein. Die Komplikationsrate ist abh\u00e4ngig von der Lokalisation der gepiercten Stelle, vom verwendeten Material, nicht zuletzt von der Hygiene und Erfahrung des Piercers. Nicht zu vernachl\u00e4ssigen sind Nachsorge und Pflege.<\/p>\n<h2>Heilung und Pflege<\/h2>\n<p>Die Dauer der Heilung h\u00e4ngt weitgehend von der gepiercten K\u00f6rperstelle ab. Die k\u00f6rperlichen Eigenschaften der Person spielt ebenso eine gro\u00dfe Rolle.<\/p>\n<p>Hygiene ist oberstes Gebot. Dazu ben\u00f6tigt man ein Desinfektionsspray oder eine geeignete Salbe. Arzt oder Apotheker beraten sicher umfassend. Ein guter Piercer bietet in seinem Studio Hygieneartikel zum Kauf an. Vielleicht erh\u00e4lt man sie auch gratis obendrauf.<\/p>\n<p>Leider bleibt man relativ oft an dem Schmuck h\u00e4ngen oder verheddert sich in irgendwelche Fasern. Dabei besteht die Gefahr, dass das Piercing ausrei\u00dft. Also unbedingt g\u00e4nzlich ausheilen lassen, bevor es zu schmerzhaften Komplikationen kommen kann.<\/p>\n<p>Am besten alle Aspekte in Betracht ziehen, bevor man sich auf den Weg zum Piercer macht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herkunft und Geschichte des Piercings Kl\u00e4rung des Begriffes &#8222;Surface Piercing&#8220;: Das ist ein Oberfl\u00e4chenpiercing, an Stellen, an denen die Haut<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-622","page","type-page","status-publish","hentry","comments-off"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dich-mit-stich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/622","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dich-mit-stich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/dich-mit-stich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dich-mit-stich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dich-mit-stich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=622"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/dich-mit-stich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/622\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1054,"href":"https:\/\/dich-mit-stich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/622\/revisions\/1054"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dich-mit-stich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=622"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}