{"id":990,"date":"2020-07-16T07:43:35","date_gmt":"2020-07-16T07:43:35","guid":{"rendered":"https:\/\/dich-mit-stich.de\/magazin\/?page_id=990"},"modified":"2025-09-03T13:16:14","modified_gmt":"2025-09-03T13:16:14","slug":"lobe-piercing","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/dich-mit-stich.de\/magazin\/lobe-piercing\/","title":{"rendered":"Lobe Piercing: Alle Infos vom Stechen bis zur Heilung"},"content":{"rendered":"<p>Das Lobe Piercing ist mit Abstand das h\u00e4ufigste Piercing. Lobe Piercings werden durch das Ohrl\u00e4ppchen gestochen, das ist der weiche Teil unten an der Ohrmuschel. Daher werden diese Piercings oft als \u201eOhrl\u00f6cher\u201c bezeichnet. Es ist das einzige Piercing, das auch kleinen Kindern gestochen wird. Die klassische Platzierung ist mittig, es k\u00f6nnen auch mehrere Lobe Piercings nebeneinander getragen werden. Eine besondere Form ist die gedehnte Variante. Je nach Anatomie und Veranlagung kann das Lobe \u00fcber 50 mm gedehnt werden.<\/p>\n<h3>\u00dcberblick<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>Name:<\/strong> Lobe Piercing<\/li>\n<li><strong>Wo wird es gestochen:<\/strong> durch das Ohrl\u00e4ppchen<\/li>\n<li><strong>Kosten Piercing:<\/strong> 10 &#8211; 35 EUR<\/li>\n<li><strong>Art:<\/strong> Ohrpiercing<\/li>\n<li><strong>Heilungsdauer:<\/strong> 2-4 Wochen<\/li>\n<li><strong>Schmerzen beim Stechen:<\/strong> leicht<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Geschichtlicher Hintergrund<\/h2>\n<p>Die Geschichte des Lobe Piercings reicht weit zur\u00fcck. Arch\u00e4ologische Ausgrabungen k\u00f6nnen das Tragen von Ohrringen um das 6.\/7. Jahrhundert belegen. Ab den 1970er Jahren war in Europa das Tragen von Ohrschmuck gesellschaftlich nur bei Frauen akzeptiert. Ausnahmen bildeten einige Traditionen.<\/p>\n<p>Denkt man an Piraten, f\u00e4llt direkt die goldene Kreole ein. Seeleute trugen tats\u00e4chlich h\u00e4ufig Ohrschmuck auf Reisen. Ihre eingravierten Initialen halfen bei der Identifizierung, wenn sie der Seemannstod ereilte. Die zweite Funktion war die finanzielle Sicherheit, da die Bezahlung oft nach der Reise \u00fcbergeben wurde. Es finden sich noch viele weitere Gebr\u00e4uche zum Tragen des Ohrschmucks.<\/p>\n<h2>So wird das Piercing gestochen<\/h2>\n<p>Es gibt zwei M\u00f6glichkeiten: Stechen und Schie\u00dfen. Gerade mit Kleinkindern gehen Eltern oft zu Juwelieren und lassen das Ohrloch mit einer Federdruckpistole schie\u00dfen. Der Ohrstecker wird in die Pistole eingelegt und durch eine Feder beim Schie\u00dfen durch das Ohrl\u00e4ppchen gedr\u00fcckt. Hinter dem Ohr rastet der Stecker im Verschluss ein. Diese Variante wird nicht empfohlen. H\u00e4ufig ist die Federdruckpistole aus Plastik, l\u00e4sst sich daher nicht sterilisieren. F\u00fcr jeden Kunden wird diese nicht sterilisierte Pistole genutzt.<\/p>\n<p>Im Piercingstudio wird das Lobe Piercing mit einer Einwegnadel gestochen. Mit deren Hilfe wird der Schmuck in das Loch eingef\u00e4delt. Zum einen ist das hygienischer und zum anderen wird das Piercing von einem Profi angebracht. Die Technik und Nachsorge sind professioneller und rechtfertigen damit den etwas h\u00f6heren Preis.<\/p>\n<h2>Gesundheitliches Risiko<\/h2>\n<p>Eine Entz\u00fcndung durch eindringende Bakterien kann auch hier nicht ausgeschlossen werden. Ein entz\u00fcndetes Lobe zeigt sich meist durch eine Schwellung und leichte R\u00f6tung.<\/p>\n<p>Die Wahrscheinlichkeit einer Entz\u00fcndung ist bei der Federdruckpistole aus genannten Gr\u00fcnden erh\u00f6ht. Beim Schie\u00dfen kann au\u00dferdem durch die Geschwindigkeit und Reibung W\u00e4rme entstehen. Diese kann das Gewebe verbrennen, was zu kleineren Verletzungen und st\u00e4rkerer Narbenbildung f\u00fchrt. Die Pistole zerst\u00f6rt das Gewebe, die Nadel des Piercers verdr\u00e4ngt sie nur.<\/p>\n<h2>Schmerzen<\/h2>\n<p>Das Schmerzempfinden ist sehr unterschiedlich. Da das Ohrl\u00e4ppchen kein Knorpel-, sondern nur Fettgewebe enth\u00e4lt, ist es nicht sehr schmerzempfindlich. Viele empfinden die Schmerzen beim Schie\u00dfen mit der Federdruckpistole als weniger stark im Vergleich zum professionellen Stechen. Das liegt vermutlich daran, dass der Schuss schneller vor\u00fcber ist als das manuelle Stechen mit Einf\u00e4deln.<\/p>\n<h2>Heilung<\/h2>\n<p>Das Abheilen verl\u00e4uft meist schnell und unkompliziert. Das Ohrl\u00e4ppchen ist gut durchblutet und das Gewebe steht nicht unter besonderer Spannung. Der Heilungsprozess liegt zwischen 2 und 4 Wochen. Selten ben\u00f6tigt die Heilung l\u00e4nger. Sollten leichte Schwierigkeiten auftreten, wende dich direkt an deinen Piercer. Nimm den Schmuck keinesfalls einfach heraus.<\/p>\n<p>Wenn du lange Haare hast: Trage einen Zopf. So h\u00e4ltst du die Haare vom Schmuck fern. Verzichte auch auf Trockenshampoo und Haarspray. Versuche s\u00e4mtliche Reizungen zu vermeiden, um den Heilungsprozess nicht zu st\u00f6ren.<\/p>\n<h2>Pflege<\/h2>\n<p>Die richtige Pflege ist ein umstrittenes Thema. Die Pflegehinweise sind unterschiedlich. Was festgelegt werden kann: Die Reinigung sollte 1 bis 2 Mal am Tag erfolgen. \u00d6fter kann sich negativ auswirken. Sollten sich Krusten bilden, mit lauwarmem Wasser aufweichen und mit einem fusselfreiem Tuch, wie z. B. K\u00fcchenpapier, vorsichtig entfernen. Anschlie\u00dfend das Pflegemittel, das der Piercer empfohlen oder mitgegeben hat, auftragen. Das Piercing nicht bewegen, das k\u00f6nnte Verunreinigungen in den Stichkanal transportieren und diesen reizen. Diese Pflege sollte 2 Wochen lang durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Sehr Wichtig: Das Piercing nur mit gewaschenen und desinfizierten H\u00e4nden anfassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Lobe Piercing ist mit Abstand das h\u00e4ufigste Piercing. 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