Das Septum-Piercing
Ergänzend zu den historischen Hintergründen hilft dieser Artikel dabei, das Septum-Piercing besser einzuordnen. Er erklärt, was beim Stechen passiert, welche Punkte bei der Studioauswahl wichtig sind und worauf man bei Pflege und Heilung allgemein achten sollte. So bekommen Leser einen kompakten Überblick, bevor sie sich für oder gegen ein Septum-Piercing entscheiden.
Es gehört zu den ältesten Piercings und ist traditionell weltweit in den unterschiedlichsten Kulturen verbreitet. Das Septum-Piercing wurde häufig von Kriegern getragen und bei Initiations-Ritualen gestochen. Schon die Mayas und die Azteken trugen aus religiösen Gründen einen Nasenring. Aber auch in Afrika und Asien ist der Körperschmuck weit verbreitet.
Überblick
- Name: Septum-Piercing
- Wo wird es gestochen: Nase
- Kosten Schmuck: 2 – 120 EUR
- Kosten Piercing: 40 – 70 EUR
- Art: Nasenpiercing
- Heilungsdauer: 1-2 Monate
- Schmerzen beim Stechen: mittel
Den richtigen Tätowierer finden und Schmerz ertragen
Viele Interessenten eines Septum-Piercings fragen sich, was Sie genau beim Piercing stechen passiert. Davor fürchten muss sich niemand. Es sollte jedoch von einem erfahrenen Piercer gestochen werden. Wird es durch den Knorpel gestochen, bereitet es starken Schmerz beim Stechen und benötigt einen langen Heilungsprozess. Oftmals wird es auch schief gestochen, was bei einem Septum-Piercing extrem auffällig ist. Ein guter Piercer wird sich die Nasenscheidewand genau ansehen und die richtige Stelle markieren. Das Piercing wird durch das dünne Häutchen unter der Nasenscheidewand gestochen. Dafür ist normalerweise keine Betäubung notwendig. Da jede Nasenscheidewand unterschiedlich ist, ist es schwierig das Piercing gerade zu stechen. Die Stelle muss gründlich desinfiziert werden. Anschließend wird mit einer speziellen Klemm-Zange eine Kanüle gestochen.
Was man auf keinen Fall machen sollte ist, sich das Piercing selber zu stechen. Hier ist die Gefahr einer Verletzung sehr hoch. Häufig passiert es, dass sich die gepiercte Stelle entzündet. Ein Laie verfügt weder über das notwendige Wissen, noch über das passende Werkzeug. Zudem findet ein Laie nicht die richtige Stelle bzw. wird das Piercing falsch gestochen. Das Ergebnis ist dann ein schiefes Piercing. Schon allein aus diesem Grund empfiehlt es sich ein wenig Geld zu investieren und das Piercing professionell stechen zu lassen.
Vorbereitung auf den Termin
Vor dem Stechen ist es hilfreich, sich das Studio genau anzusehen und offene Fragen direkt zu klären. Ein seriöser Piercer erklärt den Ablauf verständlich, arbeitet sauber und nimmt sich Zeit für die Beratung.
Wichtig ist außerdem, auf Hygiene zu achten und die Hinweise des Studios vorab zu lesen. Wer unsicher ist, kann nach dem verwendeten Schmuck, der Nachsorge und dem Ablauf beim Stechen fragen. So lässt sich besser einschätzen, ob das Angebot passt.
Gesundheitliche Risiken
Beim Piercen ist es wie beim Tätowieren. Das Schmerzempfinden jedes Menschen ist anders. Wir das Piercing fachgerecht von einem Profi durch das dünne Häutchen gestochen, sollten die Schmerzen auch erträglich sein. Üblicherweise verspürt man ein unangenehmes Ziehen, wenn die Kanüle durch das Häutchen gestochen wird. Starke Schmerzen treten wirklich nur auf, wenn die falsche Stelle durchstochen und somit der Knorpel verletzt wird. Die Wunde heilt relativ unkompliziert ab. Allerdings dauert dies ziemlich lange. Im Normalfall liegt dauert die Heilung 1 bis 2 Monte. Die Nase ist sehr empfindlich, weshalb viele Menschen am Anfang auch ein unangenehmes Gefühl verspüren. Dies legt sich in der Regel aber nach 2 bis 3 Monaten, wenn man sich an das Piercing gewöhnt hat.
Auch wenn man sich an die Pflegeanweisungen hält, kann es passieren dass sich das Piercing entzündet. In einem solchen Fall sollte man sich nochmals Rat beim Piercer einholen. Er kann sich die Entzündung anschauen und hilfreiche Tipps und Infos geben. Im schlimmsten Fall hilft es nur, das Piercing herauszunehmen. Denn das größte gesundheitliche Risiko besteht darin, dass sich der Stickkanal entzündet. Es gibt verschiedenen Möglichkeiten eine Entzündung zu behandeln. Ist das Piercing schlecht gestochen oder besteht aus schlechten Material kann die Atmung beeinträchtigt werden. Aber im Normalfall brauchen sich Träger von Septum-Piercings keine Gedanken machen. Das Piercing ist eigentlich harmlos, und die gesundheitlichen Risiken halten sich in Grenzen.
Pflege und Kosten
Selbstverständlich ist die Pflege des Septum-Piercings auch sehr wichtig. Von einem guten Piercer erhält man normalerweise auch eine Pflegeanweisung. Bei der Auswahl der Pflegemittel muss auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass es für die Schleimhäute geeignet ist. Wie überall ist auch hier auf Hygiene zu achten. Dazu zählen auch saubere Hände und Fingernägel.
Die Kosten liegen je nach Studio zwischen 40 und 70 Euro. Im Preis inbegriffen ist bei einem guten Studio das Piercen, eine Nachsorge-Untersuchung und der Schmuck. Normalerweise verwendet man Schmuck mit einem Durchmesser von 1,2 oder 1,6 mm. Bei der Auswahl des Schmucks muss man also der Durchmesser beachtet werden. Später kann dann auch neuer Schmuck nachgekauft werden. Wer sich ein Piercing hat stechen lassen, hat beim Schmuck eine riesen Auswahl. Interessenten können sich zwischen einem Stab oder einem Ring entscheiden, je nach den persönlichen Vorlieben. Auch spielt es für viele eine entscheidende Rolle ob man das Piercing verstecken kann. Manch einer darf es auf der Arbeit beispielsweise nicht tragen. In einem solchen Fall empfiehlt sich ein Bananenstecker oder ein Hufeisen-Ring. Diese lassen sich einfach nach innen drehen, und sind so nicht mehr sichtbar. Eine weitere Möglichkeit ist auch ein Fake-Septum. Dabei handelt es sich um einen halb-offenen Ring, der in die Nase geklemmt wird und von einem echtem Piercing kaum zu unterscheiden ist.
Typische Fehler bei der Pflege
Häufige Fehler sind, das Piercing unnötig zu berühren, die Pflegehinweise zu ignorieren oder ungeduldig zu sein. Auch das ständige Drehen oder Wechseln des Schmucks kann die Stelle zusätzlich reizen.
Sinnvoll ist es, die Reinigung ruhig und regelmäßig durchzuführen und den Bereich sonst möglichst in Ruhe zu lassen. Wenn Unsicherheit besteht, ist die Rückfrage beim Piercer meist der beste erste Schritt.
Zusammenfassung
Ein Septum-Piercing sollte möglichst fachgerecht und in einem seriösen Studio gestochen werden. Wichtig sind eine gute Vorbereitung, passende Pflege und etwas Geduld während der Heilung. Wer auf Hygiene achtet, die Nachsorge ernst nimmt und typische Pflegefehler vermeidet, schafft gute Voraussetzungen für einen unkomplizierten Verlauf.
