Das Septum Piercing

Das Septum-Piercing

Das Septum-Piercing wird durch das Bindegewebe unter dem Nasenscheidewandknorpel gestochen. Der Name kommt vom lateinischen Begriff Septum nasi.

Es gehört zu den ältesten Piercings und ist traditionell weltweit in den unterschiedlichsten Kulturen verbreitet. Das Septum-Piercing wurde häufig von Kriegern getragen und bei Initiations-Ritualen gestochen. Schon die Mayas und die Azteken trugen aus religiösen Gründen einen Nasenring. Aber auch in Afrika und Asien ist der Körperschmuck weit verbreitet.

Den richtigen Tätowierer finden und Schmerz ertragen

Viele Interessenten eines Septum-Piercings fragen sich, was Sie genau beim Piercing stechen passiert. Davor fürchten muss sich niemand. Es sollte jedoch von einem erfahrenen Piercer gestochen werden. Wird es durch den Knorpel gestochen, bereitet es starken Schmerz beim Stechen und benötigt einen langen Heilungsprozess. Oftmals wird es auch schief gestochen, was bei einem Septum-Piercing extrem auffällig ist. Ein guter Piercer wird sich die Nasenscheidewand genau ansehen und die richtige Stelle markieren. Das Piercing wird durch das dünne Häutchen unter der Nasenscheidewand gestochen. Dafür ist normalerweise keine Betäubung notwendig. Da jede Nasenscheidewand unterschiedlich ist, ist es schwierig das Piercing gerade zu stechen. Die Stelle muss gründlich desinfiziert werden. Anschließend wird mit einer speziellen Klemm-Zange eine Kanüle gestochen.

Was man auf keinen Fall machen sollte ist, sich das Piercing selber zu stechen. Hier ist die Gefahr einer Verletzung sehr hoch. Häufig passiert es, dass sich die gepiercte Stelle entzündet. Ein Laie verfügt weder über das notwendige Wissen, noch über das passende Werkzeug. Zudem findet ein Laie nicht die richtige Stelle bzw. wird das Piercing falsch gestochen. Das Ergebnis ist dann ein schiefes Piercing. Schon allein aus diesem Grund empfiehlt es sich ein wenig Geld zu investieren und das Piercing professionell stechen zu lassen.

Gesundheitliche Risiken

Beim Piercen ist es wie beim Tätowieren. Das Schmerzempfinden jedes Menschen ist anders. Wir das Piercing fachgerecht von einem Profi durch das dünne Häutchen gestochen, sollten die Schmerzen auch erträglich sein. Üblicherweise verspürt man ein unangenehmes Ziehen, wenn die Kanüle durch das Häutchen gestochen wird. Starke Schmerzen treten wirklich nur auf, wenn die falsche Stelle durchstochen und somit der Knorpel verletzt wird. Die Wunde heilt relativ unkompliziert ab. Allerdings dauert dies ziemlich lange. Im Normalfall liegt dauert die Heilung 1 bis 2 Monte. Die Nase ist sehr empfindlich, weshalb viele Menschen am Anfang auch ein unangenehmes Gefühl verspüren. Dies legt sich in der Regel aber nach 2 bis 3 Monaten, wenn man sich an das Piercing gewöhnt hat.

Auch wenn man sich an die Pflegeanweisungen hält, kann es passieren dass sich das Piercing entzündet. In einem solchen Fall sollte man sich nochmals Rat beim Piercer einholen. Er kann sich die Entzündung anschauen und hilfreiche Tipps und Infos geben. Im schlimmsten Fall hilft es nur, das Piercing herauszunehmen. Denn das größte gesundheitliche Risiko besteht darin, dass sich der Stickkanal entzündet. Es gibt verschiedenen Möglichkeiten eine Entzündung zu behandeln. Ist das Piercing schlecht gestochen oder besteht aus schlechten Material kann die Atmung beeinträchtigt werden. Aber im Normalfall brauchen sich Träger von Septum-Piercings keine Gedanken machen. Das Piercing ist eigentlich harmlos, und die gesundheitlichen Risiken halten sich in Grenzen.

Pflege und Kosten

Selbstverständlich ist die Pflege des Septum-Piercings auch sehr wichtig. Von einem guten Piercer erhält man normalerweise auch eine Pflegeanweisung. Bei der Auswahl der Pflegemittel muss auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass es für die Schleimhäute geeignet ist. Wie überall ist auch hier auf Hygiene zu achten. Dazu zählen auch saubere Hände und Fingernägel.

Die Kosten liegen je nach Studio zwischen 40 und 70 Euro. Im Preis inbegriffen ist bei einem guten Studio das Piercen, eine Nachsorge-Untersuchung und der Schmuck. Normalerweise verwendet man Schmuck mit einem Durchmesser von 1,2 oder 1,6 mm. Bei der Auswahl des Schmucks muss man also der Durchmesser beachtet werden. Später kann dann auch neuer Schmuck nachgekauft werden. Wer sich ein Piercing hat stechen lassen, hat beim Schmuck eine riesen Auswahl. Interessenten können sich zwischen einem Stab oder einem Ring entscheiden, je nach den persönlichen Vorlieben. Auch spielt es für viele eine entscheidende Rolle ob man das Piercing verstecken kann. Manch einer darf es auf der Arbeit beispielsweise nicht tragen. In einem solchen Fall empfiehlt sich ein Bananenstecker oder ein Hufeisen-Ring. Diese lassen sich einfach nach innen drehen, und sind so nicht mehr sichtbar. Eine weitere Möglichkeit ist auch ein Fake-Septum. Dabei handelt es sich um einen halb-offenen Ring, der in die Nase geklemmt wird und von einem echtem Piercing kaum zu unterscheiden ist.