Flirtfaktor Tattoo: So mögen es die Ladys
Schon Ötzi soll ja ein Tattoo gehabt haben. Eine Statista-Umfrage von 2017 zeigte, dass jeder vierte Deutsche mindestens ein Hautbild trägt. Auch bei tätowierten Frauen werden die Körperbilder immer beliebter. Die schönsten Stellen für die Verzierungen sind bei Frauen Bilder an Fuß oder Knöchel, Schultern, Rücken und Oberarmen.
Tattoos können ein einfacher Gesprächsanlass sein, aber sie ersetzen keinen natürlichen Einstieg. Wer respektvoll und locker bleibt, hat meist mehr davon als mit einem Spruch auf Knopfdruck. Gerade beim Flirten wirkt es oft besser, wenn du ehrlich neugierig bist und nicht so tust, als hättest du den perfekten Opener vorbereitet.
Zehn Prozent der Befragten hatten übrigens sogar mehrere Tattoos und immerhin 21 Prozent denken darüber nach, sich eines stechen zu lassen. Der Diplompsychologe Dirk Hofmeister von der Universität Leipzig beschäftigt sich seit Längerem mit den Motiven für die Tätowierung und was diese bedeuten. Als Flirtfaktor sind sie bestens geeignet, um mit einer Lady ins Gespräch zu kommen.
Einfach ansprechen
Wie spricht mann eine Frau an? Flirt-Coaches oder Pick-up-Artists verwenden endlose Tiraden darauf, welcher Spruch in welcher Situation die größten Chancen hat. Geschenkt! Wer eine tätowierte Frau ansprechen möchte, hat den Opener bereits hübsch serviert vor sich. Sprich sie einfach auf ihr Tattoo an!
Ein Tattoo, so Experte Hofmeister, repräsentiert das Gefühl der eigenen Unvergleichlichkeit. „Die meisten machen sich viele Gedanken über die Art des Bildes.“ Deshalb wäre ein Einstieg mit der Frage, was genau dieses Motiv zu bedeuten hat, empfehlenswert. Allerdings sind es oft die Frauen, die ein Motiv aus rein dekorativen Gründen wählen. Tattoos sind laut Hofmeister Eyecatcher: „Es kommt immer darauf an, das eigene Besondere schon beim ersten Eindruck schnell zu zeigen.“ Du kannst diese Gemeinsamkeit also bestens nutzen, um mit einer tätowierten Single-Frau ins Gespräch zu kommen.
Gesprächsführung beim Ansprechen
Am besten funktioniert ein Einstieg, der freundlich, kurz und natürlich bleibt. Ein Blick auf das Tattoo, ein ehrliches Kompliment oder eine neutrale Frage zum Motiv reichen oft schon aus. Wichtig ist, dass du die Reaktion der anderen Person wahrnimmst und nicht einfach weitermachst, wenn das Gespräch nicht offen aufgenommen wird.
Hilfreich ist es auch, offen zu bleiben. Wenn das Tattoo ein Gespräch in Gang bringt, ist das gut. Wenn nicht, kannst du das Thema problemlos wechseln, statt krampfhaft daran festzuhalten. Genau das wirkt meist entspannter und sympathischer.
Was Motive bedeuten
Kitschige Puppen, Einhörner, Schmetterlinge oder einfach nur ein schönes Ornament: Für viele Frauen sind ihre Tätowierungen bloße Mode-Statements. Doch auch wenn sie sich eher wenig Gedanken über die Wahl ihres Motivs gemacht hat, sagt das einiges über sie aus. Mach ihr ein Kompliment oder sinniere mit ihr über die Frage, ob es einen tieferen und vielleicht unbewussten Grund für ihre Wahl gab. So kannst du sie in ein Gespräch verwickeln, zeigst Interesse und gibst ihr das Gefühl, etwas Besonderes zu sein. Frauen mögen genau das!
Jedes Tattoo ist eine Aufforderung, darüber zu sprechen. Blitzt an ihrer Schulter nur der Rand einer Tätowierung auf? Dann frag sie doch, was sie für ein Motiv trägt. Bei größeren Tattoos handelt es sich meistens um Frauen, die weniger angepasst sind. Diese Frauen sind unkonventionell und aufregend. Und die haben sich natürlich einige Gedanken über die Wahl des Bildes gemacht. Das Gesprächsthema ist also klar.
Größenverhältnisse
Und noch etwas Spannendes hat der Psychologe herausgefunden: Je höher der soziale Status, desto kleiner oder verdeckter ist das Tattoo. Eine Managerin aus der Führungsebene wird eher eine Stelle wählen, die im Berufsalltag von der Kleidung bedeckt ist. Großflächig tätowierte Arme zeigen eine unkonventionelle Frau, die sich auch im Alltag zu behaupten weiß. Britische Studien haben ergeben, dass Frauen mit großen und zahlreichen Tattoos Alkohol und anderen Genüssen eher zugetan sind. Vielleicht fragst du sie also einfach, ob du ihr einen Drink ausgeben darfst.
Tattoos an Nabel oder Bauch haben meist einen sexy Eyecatcher-Effekt, und zwar ganz bewusst. Lugt also ein Bildchen unterm Top hervor, frag doch einfach mal, wie das gemeint ist? Ob sie es zeigen oder eher verstecken will. Tattoos an Nacken oder Hals kann Frau nicht so leicht verbergen, sie sagen aus, wie wichtig das Tattoo ihr ist. Das will sie immer zeigen.
Auch wenn es schwer fällt: Starre ein Tattoo im Dekollete nicht allzu offensichtlich an. Aber ein Spruch im Sinne von „Es macht etwas Schönes noch schöner“ ist erlaubt. Dumme Sprüche zum Arschgeweih kannst du dir übrigens sparen. Das ist zwar out, aber viele Mädels haben es dennoch.
Beliebt bei den Ladys ist ein kleines Motiv an Fuß oder Knöchel. Dort ist es besonders schmerzhaft und es bietet sich die Frage an, ob es sehr weh getan hat. Schwer im Kommen sind wieder Anker und Windrosen. Der Anker steht für die Sehnsucht nach fester Verankerung im Leben. Hier kannst du mit dem Fun-Fact punkten, dass sogar Kaiserin Sissi einen Anker auf der Schulter trug. Blumen stehen für Schönheit und Herzen drücken je nach Darstellung ein starkes oder ein gebrochenes Herz aus. Vielleicht fragst du einfach nach, was es bei ihr darstellen soll.
Typische Fehler beim Flirten über Tattoos
Vermeide es, zu persönlich oder zu direkt einzusteigen. Ein Tattoo kann ein guter Gesprächsanlass sein, aber es ist kein Freifahrtschein für intime Fragen oder aufdringliche Kommentare. Ebenso ungünstig ist es, ein Motiv sofort zu deuten, als würdest du die Person schon genau kennen.
Auch ständiges Starren wirkt schnell unangenehm. Besser ist ein kurzer, interessierter Blick und dann ein normaler Gesprächsverlauf. Wenn dein Gegenüber knapp antwortet oder nicht weiter über das Tattoo sprechen möchte, nimm das ruhig an und geh auf ein anderes Thema über.
Wichtig ist außerdem, keine abgenutzten oder sexualisierten Sprüche zu bemühen. Ein lockerer, respektvoller Ton ist fast immer die bessere Wahl als ein flacher Spruch, der mehr peinlich als charmant wirkt.
Den passenden Flirt-Spruch vor der Nase
Egal, um welche Art von Tattoo es sich handelt. Eine Frau, die ihre Haut damit schmückt, ist etwas Besonderes. Also solltest du dich bemühen, dass sie sich als etwas Besonderes fühlt. Den passenden Aufmacher für ein Gespräch trägt sie also bereits auf ihrem Körper. Wenn du selbst tätowiert bist, kommt ihr auf diese Weise ganz unverfänglich ins Gespräch und könnt Euch leicht über dieses Thema gegenseitig unterhalten.
Kurz zusammengefasst
Tattoos können beim Flirten ein guter Einstieg sein, wenn du sie als Anlass für ein normales Gespräch nutzt und nicht als Ausrede für plumpe Sprüche. Am besten wirken Neugier, Respekt und ein entspannter Ton.
Frag freundlich nach dem Motiv, achte auf die Reaktion und bleib locker, wenn das Thema nicht weiter vertieft werden soll. So wird aus einem Tattoo ein natürlicher Gesprächseinstieg, ohne dass es aufgesetzt wirkt.
